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Visuelle Rhetorik

Visuelle Rhetorik ist ein Hauptforschungsfeld der Neuen Rhetorik. Die visuelle Wahrnehmung spielt eine wesentliche Rolle für die Überzeugungsmechanismen beim Adressaten. Wie wird gesehen? Was wird aufgenommen und weiterverarbeitet? Welche Besonderheiten bietet das Sehen als Überzeugungsmittel?



Pixel mehr -Bilder schlecht?

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Werden neue Digitalkameras auf den Markt geworfen, wird meist mit der Megapixelanzahl nebst dem Preis geworben. Dabei suggeriert die Werbung, dass die Abbildungsleistung mit der Anzahl der Megapixel steigt – einziger Indikator der Bildqualität also. Dieser Irrtum resultierte in einem wahren Megapixelwahn im Segment der Konsumentenkameras auf breiter Front und führte viele Verbraucher in die Irre. Das Problem an der reinen Pixelvermehrung ist, dass etliche andere Faktoren die Abbildungsleistung der Kamera mitbestimmen – wie etwa die Sensorgröße oder das verwendete Objektiv. Die einseitige Steigerung der Pixeldichte, ohne die anderen Faktoren zu modifizieren resultiert in einer Verringerung der Abbildungsleistung. Kompaktkameras sollen, wie der Name vermuten lässt klein sein. Konstruktionsbedingt werden unter anderem kleine Bildsensoren verbaut, auf denen die Pixel sehr dicht aneinander liegen; je mehr, desto dichter.

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Zu Beginn grob, roh und rau – gegen Ende perfekt

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Warum das RAW-Datenformat für professionelle Werbebilder so wichtig ist

Jede hochwertige Digitalkamera und erst recht jede digitale Spiegelreflexkamera speichert heute wahlweise im RAW-Format. Die Dateien haben auf den ersten Blick zwei entscheidende Nachteile gegenüber dem allgegenwärtigen JPEG-Format: Erstens benötigen sie mehr Speicherplatz und zweitens sind sie nicht ohne spezielle Software am PC zu betrachten. Wer sich das RAW-Dateienformat etwas genau ansieht, erkennt jedoch schnell das enorme Potential!

RAW-Dateien speichern ein unbearbeitetes Original der Rohdaten des Sensors der Kamera, also noch ohne definierten Weißabgleich, Kontrast-, Farb- oder Schärfeeinstellungen – Diese Parameter werden erst am PC gesetzt und sind jederzeit veränderbar. Bei JPEG-Aufnahmen werden all diese schon vor der Aufnahme bestimmt und lassen sich anschließend nicht mehr rückgängig machen. Darüber hinaus hat das RAW-Format deutlich größere Reserven als ein JPEG-Bild, das auf kleine Dateigröße und schnelle Verarbeitung getrimmt ist. Es lassen sich selbst extreme Korrekturen völlig ohne sichtbare Detailverluste ausführen. Für den ambitionierten Fotografen führt somit kein Weg an dem RAW-Format vorbei. Die Bearbeitung am PC kostet natürlich etwas Zeit, die Ergebnisse liegen aber auf einem ganz anderen Niveau als das, was die Automatiken der Kamera liefern.

Valentin Marquardt ist Fotograf bei acameo.

 

Das dominante Auge

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Sind Sie Rechts- oder Linksäuger?

Auf die Frage ob man Rechts- oder Linkshänder ist, hat man schnell eine Antwort. Den wenigsten ist aber bewusst, dass wir uns auch alle hinsichtlich unserer Augendominanz unterscheiden. Wir gehören also entweder den Rechts- oder Linksäugern an. Die Augendominanz kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein und richtet sich nicht zwangsweise danach, mit welchem Auge man besser sieht. Bei etwa zwei Dritteln der Menschen dominiert das rechte Auge (analog zu der Händigkeit). Das dominante Auge nimmt bei der Wahrnehmung eine vorherrschende Rolle ein – es ist schneller bei Suchanfragen und unterdrückt sogar die Eindrücke des untergeordneten Auges.

Für den Fotografen ist das ab dem Zeitpunkt relevant, sobald er eine Kamera mit einem optischen oder digitalen Sucher in der Hand hält und sich mit dem Blick durch den Sucher auf Motivjagd begibt.

So finden Sie heraus welches Ihr dominantes Auge ist: Bilden Sie bei ausgestreckten Armen mit den beiden Zeigefingern, die sich an der Spitze berühren und den übereinander gelegten Daumen ein kleines Dreieck, durch das Sie hindurch sehen können. Dann peilen Sie durch dieses Dreieck einen Punkt in der Ferne an, wobei beide Augen offen sind. Nun schließen Sie abwechselnd das linke und das rechte Auge. Mit einem Auge sieht man den Punkt nicht mehr, mit dem anderen schon. Das Auge mit dem Sie den angepeilten Punkt weiterhin sehen, ist Ihr dominantes Auge.

Autor der Reihe ist der acameo-Fotograf Valentin Marquardt

 

Wie sich das Image eines Unternehmens bildet

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Momentan erhöhen sich die Forschungsgelder für die Neurowissenschaften fast täglich. Die Kognition und die damit verbundenen psychologischen Wirkungen stehen unter anderem im Fokus der Wissenschaften, die sich mit dem menschlichen Denken beschäftigen. Dabei taucht auch immer öfter die Frage auf, wie sich das Image des Unternehmens beeinflussen lässt. Ein Theoretiker, der Verbindungen zu diesen naturwissenschaftlichen Studien schafft, ist der Zeichenforscher Umberto Eco. Der bekannte italienische Wissenschaftler entwarf ein Modell, wie Bilder in unserem Kopf entstehen und sich verankern. Eco zeigt, dass die Schematisierung der wahrgenommenen Entitäten unsere Imaginationen und damit unsere Bilder von Objekten oder Prozessen auf semiotische Art und Weise beeinflussen. Das mentale Vorstellungsbild, das das Gesehene oder Gehörte mit bereits Bekanntem verknüpft, ermöglicht erst die Zuordnung zu Konnotationen wie "Spaß" oder "Erfolg" oder "Schönheit". Rhetorik versteht Eco dabei als ein Prozess, der diese gesellschaftlich-konventionellen Assoziationen nutzt oder untergräbt. Diese kognitive Rhetorik ist aber kein Zaubermittel, um in die Black Box des potentiellen Kunden zu schauen, aber ein Modell, das es einem erleichtert, den Prozess der Imagebildung nachzuvollziehen.

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