Werden neue Digitalkameras auf den Markt geworfen, wird meist mit der Megapixelanzahl nebst dem Preis geworben. Dabei suggeriert die Werbung, dass die Abbildungsleistung mit der Anzahl der Megapixel steigt – einziger Indikator der Bildqualität also. Dieser Irrtum resultierte in einem wahren Megapixelwahn im Segment der Konsumentenkameras auf breiter Front und führte viele Verbraucher in die Irre. Das Problem an der reinen Pixelvermehrung ist, dass etliche andere Faktoren die Abbildungsleistung der Kamera mitbestimmen – wie etwa die Sensorgröße oder das verwendete Objektiv. Die einseitige Steigerung der Pixeldichte, ohne die anderen Faktoren zu modifizieren resultiert in einer Verringerung der Abbildungsleistung. Kompaktkameras sollen, wie der Name vermuten lässt klein sein. Konstruktionsbedingt werden unter anderem kleine Bildsensoren verbaut, auf denen die Pixel sehr dicht aneinander liegen; je mehr, desto dichter.



Visuelle Rhetorik



