"Wir sind schnell, innovativ und effizient.“ verspricht der Marketingmanager. Der Vertriebsleiter verweist dagegen auf eine konservative Sonderlösung, „die aufgrund der hohen Ansprüche ihre Zeit braucht.“ Durch nur zwei Kundenkontakte verliert das Unternehmen enorm an Glaubwürdigkeit, da die Botschaft der beiden Mitarbeiter kein einheitliches Unternehmensbild zeichnet. Der sprechende und handelnde Angestellte ist ein überaus einflussreicher Faktor der Öffentlichkeitsarbeit, in ihm verkörpert sich die Unternehmenskultur, durch ihn lebt sie dynamisch fort. Menschen, die tagtäglich am Telefon oder direkt mit potenziellen Kunden oder Bekannten in Kontakt treten, müssen die Werte und die Perspektive des Unternehmens verinnerlichen und in dessen Vermittlung rhetorisch geschult werden. Nur so kann in Kongruenz mit dem Cross-Media-Publishing eine einheitliche, konsistente und glaubwürdige Imageprofilierung erreicht werden. Keine leichte Unternehmung, denn es spielen dafür viele Faktoren wie Analyse, Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle der gesamten internen und externen Kommunikation eine Rolle.
Für kleinere Unternehmen ebenso wie für große Konzerne ist es kaum noch möglich, sich alleine über den Einsatz von Produkt- und Preispolitik von der Konkurrenz abzuheben. Die Verbindung betriebswirtschaftlicher und rhetorischer Alleinstellungsmerkmale ist daher essenziell, um langfristig Wettbewerbsvorteile zu generieren. Dass dieser Konnex wichtiger ist als jemals zuvor, zeigen auch neuere Untersuchungen der Harvard Business School.In unseren Beratungsgesprächen wird folglich die Differenz von Strategie und Operation betont, um das Bewusstsein für den Makrokosmos der Imagekonstruktion zu schaffen. Ausgehend vom kommunikativen status quo des Unternehmens, sind es erstens topische Überlegungen, zweitens Analysen von vorherrschenden Meinungen und drittens die Antizipation der Reaktionen und Handlungen der Zielgruppe auf der Basis semiotischer Erkenntnisse, die für die Bildung der Firmenkultur wie für die Systematisierung und Koordination von kommunikativen Handlungen relevant sind. Erst danach können einzelne operative Elemente (Internetauftritt, Verkaufs- und Verhandlungstaktiken, Publishing aller Art) ausgearbeitet werden. Das Vorhaben, effiziente Imagepolitik zu betreiben, hängt auch wesentlich vom Controlling der Kommunikationsmaßnahmen ab. Inzwischen gibt es etablierte Methoden, die situationsspezifisch angewendet werden können. Die acameo GbR bietet beispielsweise ein Webanalysetool, das dem Kunden ermöglicht, die Nutzerbewegung auf den Webseiten zu eruieren. Weitere Analysemethoden ermöglichen darüber hinaus die Ermittlung von Imagewerten, von Klassifizierungen angesetzter Kommunikationsmaßnahmen, von Einsparpotenzialen und von Erweiterungsmöglichkeiten.Eine gute Kommunikationsberatung schafft die richtigen Rahmenbedingungen für die Strategie und bietet angemessene Lösungen für die Nutzung der finanziellen wie personellen Ressourcen. Innovative Kommunikationsberater feilen an der Unternehmenskultur, stimmen die Kommunikationsinstrumente, evaluieren die Produktions- und Rezeptionsprozesse und sorgen so für den nachhaltigen Imagegewinn.
Autoren: Christian Roppelt und Frank Duerr, Gesellschafter der acameo GbR. Mehr Informationen unter www.acameo.de




