neue-rhetorik

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Start Argumentation
Argumentation

Wie ist etwas logisch zu beweisen? Begründungen, Aussagen, Behauptungen und Widerlegungen in Theorie und Praxis sind für die Forschung wie für die Ökonomie von höchster Bedeutung. Die Argumentation kann beispielsweise auf Wahrheit oder Überzeugung ausgerichtet sein.



Die Idee einer Streitkultur

E-Mail Drucken

„Streit ist aller Dinge Vater“, sagte mal der Philosoph Heraklit. Streiten bedeutet in der Regel die rednerische Auseinandersetzung zweier Parteien (Pro und Contra) zur Klärung einer strittigen Frage. Nicht nur die aktuellsten politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen zeigen: in einer demokratischen Gesellschaft bedarf es einer Kultur des Streitens, welche die sachdienlichen und produktiven Kräfte einer rednerischen Auseinandersetzung zu nutzen weiß. Ein vernünftige Streitkultur misst sich nicht ausschließlich an der rhetorischen Überzeugungskraft der Streitenden, sondern an vernünftigen Regeln, die es zu befolgen gilt: Zum einen muss der Gegenpartei zugestanden werden, eine andere Meinung zu haben und zum anderen muss gewährleistet sein, diese auch mittels einer rhetorischen Argumentation zu vertreten.

Weiterlesen...
 

Rhetorik statt Logik

E-Mail Drucken

Aktuelle wissenschaftliche Studien verdeutlichen den Aspekt des Überzeugens. Logik schneidet dabei eher schlecht ab. "Der Mensch denkt nicht, um die Welt zu verstehen und Wissen anzuhäufen – sondern um andere zu überzeugen!" Diese Aussage der Philosophen Hugo Mercier und Dan Sperber scheint zu provozieren, doch das Teilen von Informationen ist dem Menschen angeblich wichtiger als die logische Qualität der Informationen. "Klar!" denkt man und klappt die Bild-Zeitung zu. Erkenntnis ist nicht das höchste Gut der Kommunikation. Wir wollen nicht immer mehr etwas Neues verstehen, sondern gemeinsame Aufmerksamkeit erzeugen und Zustimmung erhalten. "Menschen sind offenbar lausige Logiker." so Manuela Lenzen in ihrem Artikel "Argumentieren statt Grübeln".

 

Der ignorante Fehlschluss

E-Mail Drucken

Der ignorante Fehlschluss

Hilft Ignoranz, um seine Meinung durchzusetzen? Feststeht, dass nach pragma-dialektischen Grundsätzen ein Argument, das auf Ignoranz aufbaut, ein Fehlschluss darstellt. Dieser Fehlschluss lässt sich auf die Unterscheidung zwischen dem Akzeptieren einer Aussage und dem Akzeptieren der Verneinung der Aussage eingrenzen. Weil man eine Aussage nicht akzeptiert, bedeutet es nicht, dass man die Verneinung der Aussage akzeptiert. Ist bei einer universellen Zuhörerschaft davon auszugehen, dass sie beispielsweise nicht die geprüfte Nichtexistenz des Jetis akzeptiert, ist die Akzeptanz der geprüften Existenz des Gebirgsmonsters nicht implizit.

Weiterlesen...