neue-rhetorik

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Neue Rhetorik - Die Plattform für strategische Kommunikation

Die Idee einer Streitkultur

E-Mail Drucken PDF

„Streit ist aller Dinge Vater“, sagte mal der Philosoph Heraklit. Streiten bedeutet in der Regel die rednerische Auseinandersetzung zweier Parteien (Pro und Contra) zur Klärung einer strittigen Frage. Nicht nur die aktuellsten politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen zeigen: in einer demokratischen Gesellschaft bedarf es einer Kultur des Streitens, welche die sachdienlichen und produktiven Kräfte einer rednerischen Auseinandersetzung zu nutzen weiß. Ein vernünftige Streitkultur misst sich nicht ausschließlich an der rhetorischen Überzeugungskraft der Streitenden, sondern an vernünftigen Regeln, die es zu befolgen gilt: Zum einen muss der Gegenpartei zugestanden werden, eine andere Meinung zu haben und zum anderen muss gewährleistet sein, diese auch mittels einer rhetorischen Argumentation zu vertreten.

Weiterlesen...
 

Pixel mehr -Bilder schlecht?

E-Mail Drucken PDF
megapixel

Werden neue Digitalkameras auf den Markt geworfen, wird meist mit der Megapixelanzahl nebst dem Preis geworben. Dabei suggeriert die Werbung, dass die Abbildungsleistung mit der Anzahl der Megapixel steigt – einziger Indikator der Bildqualität also. Dieser Irrtum resultierte in einem wahren Megapixelwahn im Segment der Konsumentenkameras auf breiter Front und führte viele Verbraucher in die Irre. Das Problem an der reinen Pixelvermehrung ist, dass etliche andere Faktoren die Abbildungsleistung der Kamera mitbestimmen – wie etwa die Sensorgröße oder das verwendete Objektiv. Die einseitige Steigerung der Pixeldichte, ohne die anderen Faktoren zu modifizieren resultiert in einer Verringerung der Abbildungsleistung. Kompaktkameras sollen, wie der Name vermuten lässt klein sein. Konstruktionsbedingt werden unter anderem kleine Bildsensoren verbaut, auf denen die Pixel sehr dicht aneinander liegen; je mehr, desto dichter.

Weiterlesen...
 

Rhetorik als Krisenmanagement

E-Mail Drucken PDF

Eine Analyse des Interviews mit dem ehemaligen Bundespräsidenten soll zwei Fragen klären: Wie könnte oder sollte allgemein ein Redner während einer Krisensituation auf sein Publikum rhetorisch einwirken und insbesondere: konnte das Interview zum erhofften Befreiungsschlag werden? Das Interview gibt es am Ende dieses Beitrages in voller Länge. Die Rolle des Bundespräsidenten lässt sich in der klassichen Redegattung der Festrede verorten, einer Möglichkeit durch gutes Reden zu wirken (genus demosntartivum) .  Zu sehen war aber ein Christian Wulff, der in einer für seine Rolle sehr untypischen Verteidigungsrede, seine Glaubwürdigkeit zu verteidigen versuchte (genus judicale). Konnte dieses Vorhaben gelingen? Warum spielte vor allem seine Glaubwürdigkeit in diesem Zusammenhang eine so wichtige Rolle?

Weiterlesen...
 

Googles Panda erreicht Deutschland

E-Mail Drucken PDF

Wie Google mit dem jüngsten Algorithmus-Update die Qualität der Suchergebnisse verbessert hat.

Der Suchmaschinengigant Google möchte seinen Nutzern in möglichst kurzer Zeit die für sie relevantesten Ergebnisse anzeigen. Daher wird der Ranking-Algorithmus laufend verbessert, wobei viele Anpassungen so fein sind, dass sie kaum wahrgenommen werden. Doch am 12.08. wurde (fast) weltweit ein Algorithmus-Update ausgerollt, welches sich laut Google auf etwa 6-9 Prozent der Suchanfragen auswirkt. Die Rede ist von dem ominösen „Panda-Update“, welches nach einem Google-Mitarbeiter benannt ist. Dieses bisher wohl radikalste Update, welches bereits Anfang des Jahres für alle englischsprachige Suchanfragen eingeführt wurde, zielt vor allem auf sogenannte Content-Farmen und andere Internetseiten mit minderwertigen Inhalten ab, die dem Nutzer keinen Mehrwert bieten, aber bislang dennoch auf den Ergebnisseiten weit vorne standen. Diese Webseiten waren optimimiert – allerdings nicht auf die Bedürfnisse von menschlichen Besuchern, sondern auf Suchmaschinen. Das Einblenden von Werbung bescherte den Betreibern solcher Internetseiten ein oftmals ansehnliches Einkommen.

Weiterlesen...
 

Zu Beginn grob, roh und rau – gegen Ende perfekt

E-Mail Drucken PDF

Warum das RAW-Datenformat für professionelle Werbebilder so wichtig ist

Jede hochwertige Digitalkamera und erst recht jede digitale Spiegelreflexkamera speichert heute wahlweise im RAW-Format. Die Dateien haben auf den ersten Blick zwei entscheidende Nachteile gegenüber dem allgegenwärtigen JPEG-Format: Erstens benötigen sie mehr Speicherplatz und zweitens sind sie nicht ohne spezielle Software am PC zu betrachten. Wer sich das RAW-Dateienformat etwas genau ansieht, erkennt jedoch schnell das enorme Potential!

RAW-Dateien speichern ein unbearbeitetes Original der Rohdaten des Sensors der Kamera, also noch ohne definierten Weißabgleich, Kontrast-, Farb- oder Schärfeeinstellungen – Diese Parameter werden erst am PC gesetzt und sind jederzeit veränderbar. Bei JPEG-Aufnahmen werden all diese schon vor der Aufnahme bestimmt und lassen sich anschließend nicht mehr rückgängig machen. Darüber hinaus hat das RAW-Format deutlich größere Reserven als ein JPEG-Bild, das auf kleine Dateigröße und schnelle Verarbeitung getrimmt ist. Es lassen sich selbst extreme Korrekturen völlig ohne sichtbare Detailverluste ausführen. Für den ambitionierten Fotografen führt somit kein Weg an dem RAW-Format vorbei. Die Bearbeitung am PC kostet natürlich etwas Zeit, die Ergebnisse liegen aber auf einem ganz anderen Niveau als das, was die Automatiken der Kamera liefern.

Valentin Marquardt ist Fotograf bei acameo.

 


Seite 1 von 4