„Streit ist aller Dinge Vater“, sagte mal der Philosoph Heraklit. Streiten bedeutet in der Regel die rednerische Auseinandersetzung zweier Parteien (Pro und Contra) zur Klärung einer strittigen Frage. Nicht nur die aktuellsten politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen zeigen: in einer demokratischen Gesellschaft bedarf es einer Kultur des Streitens, welche die sachdienlichen und produktiven Kräfte einer rednerischen Auseinandersetzung zu nutzen weiß. Ein vernünftige Streitkultur misst sich nicht ausschließlich an der rhetorischen Überzeugungskraft der Streitenden, sondern an vernünftigen Regeln, die es zu befolgen gilt: Zum einen muss der Gegenpartei zugestanden werden, eine andere Meinung zu haben und zum anderen muss gewährleistet sein, diese auch mittels einer rhetorischen Argumentation zu vertreten.








